Höhere Berufsbildung: Aufstieg in drei Ebenen

In der politischen und öffentlichen Diskussion über die Stärkung und Weiterentwicklung der Beruflichen Bildung setzt sich für die öffentlich-rechtliche Aufstiegsfortbildung - z. B. die Weiterbildung zum Fachwirt, Industriemeister oder Bilanzbuchhalter - zunehmend der Begriff „Höhere Berufsbildung“ durch. Die Tatsache, dass der Begriff „Höhere Berufsbildung“ - anders als „Aufstiegsfortbildung“ - auch im deutschsprachigen Ausland (Schweiz und Österreich) verwendet wird, verleiht diesem wichtigen Thema eine europäische Dimension und zusätzlichen Rückenwind.

Die Höhere Berufsbildung eröffnet insbesondere dual Ausgebildeten attraktive Entwicklungswege. Mehr als 70 Abschlüsse der Höheren Berufsbildung ermöglichen die Übernahme von verantwortungsvollen Aufgaben in vier Tätigkeitsfeldern: kaufmännisch, industriell-technisch, IT und Medien sowie berufspädagogisch. Drei Qualifikationsebenen gewährleisten vielfältige Perspektiven für angehende Fach- und Führungskräfte. Im Deutschen Qualifikationsrahmen DQR sind die Abschlüsse den anspruchsvollen Niveaus 5 bis 7 zugeordnet. Auf der ersten Ebene können sich Personen mit Ausbildung und Berufspraxis z. B. zum Fachberater oder Servicetechniker weiterbilden. Sie sind dann Fachexperten ihrer Branchen. Die zweite Ebene bietet die Abschlüsse zu den Fachwirten (Branchen), Fachkaufleuten (Funktionen), Industrie- und Fachmeistern, IT-Operativen Professionals sowie Aus- und Weiterbildungspädagogen. Geprüfter Betriebswirt bzw. Geprüfter Technischer Betriebswirt, IT-Engineer und Berufspädagoge sind die Abschlüsse der dritten Ebene. Diese qualifizieren für die Übernahme selbstständiger und strategischer Managementaufgaben.

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